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FAQ zum Corona-Virus

Auf dieser Seite finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten. Wir aktualisieren diese Liste fortlaufend.

Häufig nachgefragte Themen

Schulen - Verfahrensweise bei Corona-Fällen

Wird ein Schüler oder eine Schülerin oder eine Lehrkraft positiv getestet, hat der Kreis Recklinghausen einige Verfahrensregeln festgelegt, die eine Orientierung geben. Anhand der Rahmenbedingungen in der Klasse (Maskenpflicht, Lüftungsverhalten und ähnliches) werden individuell Maßnahmen angeordnet.

Die hier beschriebenen Vorgehensweisen gelten für den Schulbetrieb. Neben dem Standardverfahren prüft das Gesundheitsamt auch, ob im Einzelfall weitere Maßnahmen notwendig sind. Darüber hinaus wird im Rahmen der Kontaktnachverfolgung auch geprüft, welche weiteren Kontaktpersonen es gibt.

Vorgehensweise

  • Es wird zunächst geprüft, ob in der Klasse Maskenpflicht eingehalten und der Klassenraum regelmäßig gelüftet wird.
  • Üblicherweise bleiben die engen Kontakte (Lehrer und Schüler, die gemäß der RKI-Richtlinien engen Kontakt zur positiv getesteten Person hatten), also beispielsweise die direkten Sitznachbarn davor, dahinter und daneben, als ‚Kontaktpersonen der Kategorie 1‘ für 14 Tage in Quarantäne. Sie werden auch zum Test angemeldet. Alle weiteren Schüler aus der Klasse gelten in der Regel als Kontaktpersonen der Kategorie 2 und können weiterhin ganz normal zur Schule gehen.
  • Zu prüfen ist, ob das positiv getestete Kind auch in der offenen Ganztagsschule war. Sollte das der Fall sein, muss auch diese Gruppe berücksichtigt und ggf. in Quarantäne geschickt werden.
  • Auf andere Klassen hat der positive Fall keine Auswirkungen.

Bekanntgabe der Testergebnisse

Die Testergebnisse werden den Getesteten schriftlich durch das beauftragte Labor zugestellt. Dies kann, abhängig von der Auslastung des Labors, mehrere Tage dauern. Positive Testergebnisse werden vom Labor sofort dem Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt meldet sich telefonisch bei positiv Getesteten.
Wer ein positives Testergebnis bekommt, muss sich entsprechend der Allgemeinverfügung sofort in Quarantäne begeben.

Bei Gruppentestungen von Schulklassen und Kindergärten bekommen die Einrichtungsleitungen eine Information vom Gesundheitsamt, wenn alle Testergebnisse vorliegen.


Entschädigungszahlungen für Eltern
Nach §56 IfSG kann für Eltern bei Schließung von Schulen und Kindergärten, die durch eine Behörde angeordnet wurde, eine Entschädigungszahlung beantragt werden. Betroffene müssen den Antrag über den Arbeitgeber beantragen lassen. In NRW ist die zuständige Behörde der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL).
Die Regelung gilt für

  • Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr bei Schul- und Kindergartenschließungen
  • Eltern von Kindern mit Behinderung

Weitere Informationen gibt es auf der Corona-Seite des LWL


Kindergärten - Verfahrensweise bei Corona-Fällen

Wird ein Kindergartenkind oder eine Erzieherin / ein Erzieher in der Einrichtung positiv getestet, gelten vom Kreis Recklinghausen festgelegte Verfahrensregeln. Neben dem Standardverfahren prüft das Gesundheitsamt auch, ob im Einzelfall weitere Maßnahmen notwendig sind. Darüber hinaus wird im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung auch geprüft, welche weiteren Kontaktpersonen es gibt.

Verfahrensweise

  • Die betroffene Gruppe incl. der Beschäftigten wird auf Veranlassung des Gesundheitsamts getestet.
  • Da im Regelfall nicht eindeutig festzulegen ist, welche Kinder engen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten, bleibt üblicherweise die komplette Gruppe als Kontaktpersonen der Kategorie 1 für 14 Tage in Quarantäne.
  • Wenn nicht eindeutig geklärt werden kann, ob die positiv getestete Person auch engen Kontakt zu den anderen Gruppen hatte, oder es ein offenes Konzept ohne räumliche Trennung der Gruppen gibt, müssen auch diese in Quarantäne gehen.

Bekanntgabe der Testergebnisse
Die Testergebnisse werden den Getesteten schriftlich durch das beauftragte Labor zugestellt. Dies kann, abhängig von der Auslastung des Labors, mehrere Tage dauern. Positive Testergebnisse werden vom Labor sofort dem Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt meldet sich telefonisch bei positiv Getesteten.
Wer ein positives Testergebnis bekommt, muss sich sofort gemäß der Allgemeinverfügung direkt in Quarantäne begeben.

Bei Gruppentestungen von Schulklassen und Kindergärten bekommen die Einrichtungen eine Information vom Gesundheitsamt, wenn alle Testergebnisse vorliegen.

Entschädigungszahlungen für Eltern
Nach §56 IfSG kann für Eltern bei Schließung von Schulen und Kindergärten, die durch eine Behörde angeordnet wurde, eine Entschädigungszahlung beantragt werden. Betroffene müssen den Antrag über den Arbeitgeber beantragen lassen. In NRW ist die zuständige Behörde der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL).
Die Regelung gilt für

  • Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr bei Schul- und Kindergartenschließungen
  • Eltern von Kindern mit Behinderung

Weitere Informationen gibt es auf der Corona-Seite des LWL.

Berufstätige

Entschädigungszahlungen
Der LWL entschädigt in Fällen, in denen das Infektionsschutzgesetz greift. Das ist bei Verdienstausfällen der Fall im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne. Der LWL entschädigt auch bei Verdienstausfällen, die durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot entstanden sind.
Reiserückkehrer aus Risikogebieten haben hingegen im Regelfall keinen Anspruch auf Entschädigungszahlungen.
Weitere Informationen gibt es auf der Corona-Seite des LWL


Unternehmen und Selbständige
Für Unternehmen und Selbständige hat die Wirtschaftsförderung des Kreises Recklinghausen viele hilfreiche Informationen zusammengetragen.


Bei einem positiven Fall im Unternehmen
Wird in einem Betrieb eine Person positiv getestet, müssen diejenigen, die gemäß der RKI-Richtlinien engen Kontakt zu der Person hatten, als Kontaktpersonen der Kategorie 1 für 14 Tage in Quarantäne. Solche Kontaktpersonen können beispielsweise Kolleginnen und Kollegen sein, die gemeinsam mit der infizierten Person in einem Büro gesessen haben.

Für alle anderen Beschäftigten, also auch diejenigen, die Kontakt zu einer der Kontaktpersonen hatten, aber nicht zur infizierten Person, gelten keine Einschränkungen.

Reiserückkehrer

Wer aus einem Risikogebiet in die Bundesrepublik einreist, muss sich gemäß der Bundesanordnung für den Reiseverkehr über das Formular auf der Seite www.einreiseanmeldung.de anmelden.

Welche Länder als Risikogebiet ausgewiesen sind, erfahren Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes und auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.


Grundsätzlich gilt: Alle Reiserückkehrer aus Ländern, die vom RKI als Risikogebiet eingestuft sind, können sich kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Für die Tests von Rückkehrern aus Risikogebieten nach der RKI-Richtlinie sind die niedergelassenen Ärzte zuständig. Auf www.coronatestpraxis.de finden Sie eine Liste der Ärzte, die auf Corona testen .

Was passiert, wenn mein Urlaubsort während meines Urlaubs zum Risikogebiet wird?
In diesem Fall gilt für Sie das gleiche wie bei den Urlaubern, deren Reiseziele schon vor der Abreise Risikogebiet waren.

 

Allgemeine Fragen

Welche Ärzte führen Tests durch?

Alle Arztpraxen, die auf das Corona-Virus testen, finden Sie unter www.coronatestpraxis.de

Entschädigung bei Schließung von Betreuungseinrichtungen

Entschädigungszahlungen

Nach §56 IfSG kann eine Entschädigungszahlung für Eltern bei Schließung von Schulen und Kindergärten, die durch eine Behörde angeordnet wurde, beantragt werden. Betroffene müssen den Antrag über den Arbeitgeber beantragen lassen. In  NRW ist die zuständige Behörde der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL).

Die Regelung gilt für

  • Eltern von Kindern bis zum 12. Lebensjahr bei Schul- und Kindergartenschließungen
  • Eltern von Kindern mit Behinderung

Weitere Informationen gibt es auf der Corona-Seite des LWL

oder und auf der Seite mit Online-Formularen für Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Welche Verhaltensregeln gelten für die Zeit der häuslichen Isolation?

Das Robert Koch-Institut hat umfangreiche Informationen für diejenigen zusammengestellt, die als Erkrankte oder Kontaktpersonen häuslich isoliert werden. Diese finden Sie in verschiedenen Sprachen auf der Internetseite des RKI

Wer gilt als Kontaktperson?


Das Robert Koch-Institut hat Rahmenbedingungen für die Eingruppierung von Kontaktpersonen festgelegt. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Seite des RKI.

Wichtiger Hinweis: Das Gesundheitsamt ermittelt gemeinsam mit den positiv Getesteten, wer die engen Kontaktpersonen sind. Sie müssen sich nicht eigenständig beim Gesundheitsamt melden.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?

Es gelten die Verhaltensempfehlungen wie beispielsweise zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen. Das Coronavirus wird durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, also etwa durch Niesen oder Husten, wie es auch bei einer typischen Influenza der Fall ist. Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, die Nutzung von Einweg-Taschentüchern beim Husten, Niesen und Naseputzen und das Meiden von großen Menschenmengen helfen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das gilt für das Coronavirus ebenso wie für eine Erkältung.

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt durch von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Welche Symptome werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

Wie andere Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen waren vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen weltweit bei etwa 2 %.

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, an COVID-19 erkrankt zu sein?

Wichtig: Bitte gehen Sie nicht unangekündigt in eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus. Melden Sie sich vorher immer telefonisch an.

Erster Ansprechpartner ist auch in diesem Fall Ihr Hausarzt. Nehmen Sie zunächst unbedingt telefonisch Kontakt zu ihm auf.

Außerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst die richtige Anlaufstelle, erreichbar unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117. Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln - auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Auch bei der 116 117 sollten Sie Ihren Verdacht bereits am Telefon äußern.

Was tun bei einem positiven Testergebnis?

Nach dem Infektionsschutzgesetz sind positiv Getestete verpflichtet, sich unverzüglich zu Hause zu isolieren. Auch dort sollten Sie möglichst Kontakte vermeiden, wenn Sie mit anderen Menschen zusammen wohnen. Informieren Sie diejenigen über Ihren Befund, mit denen Sie in den letzten Tagen (ab dem Zeitpunkt 48 Stunden vor Symptombeginn, bei asymptomatischen Patienten 48 Stunden vor Abstrichnahme) engeren Kontakt hatten. Die engeren Kontakte entsprechend der Empfehlungen des RKI müssen Sie außerdem dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Sie erleichtern dem Gesundheitsamt die Arbeit, wenn Sie eine Liste mit folgende Kontaktdaten jeder Kontaktperson anfertigen: vollständiger Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort sowie das Datum des letzten Kontakts zur positiv getesteten Person.

Aus der Isolation entlassen werden Sie je nach Krankheitsverlauf. Bei einem leichten Verlauf ist nach RKI-Maßgabe definiert, dass Sie frühestens nach 48 Stunden Symptomfreiheit und frühestens 10 Tage nach Symptombeginn entlassen werden können. Eine Verlängerung der Quarantäne kann notwendig sein, wenn Symptome hinzukommen.

Das RKI hat als zusätzliche Information einen Flyer zur häuslichen Isolation in mehreren Sprachen erstellt.

Weitere Informationen zur Verpflichtung zur automatischen Quarantäne nach positivem Testergebnis für die betroffene Person sowie alle Angehörgen des Hausstands finden Sie in der Quarantäneverordnung des Landes

Wann ist eine Laboruntersuchung notwendig?

Eine Laboruntersuchung ist dann angezeigt, wenn es sich bei den Betroffenen um Corona-Verdachtsfälle handelt, d.h. sie

  • unspezifische Allgemeinsymptome oder akute Symptome im Bereich der Atemwege haben, insbesondere wenn innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall bestand.

Ob eine Laboruntersuchung gemacht wird, entscheidet der Arzt. Es gibt keine Möglichkeit, sich im Krankenhaus oder beim Gesundheitsamt vorsorglich testen zu lassen.

Wie erfahre ich, dass ich aus der häuslichen Isolation entlassen werde?


1. Verdachtsfall - negativ getestet
Wenn Sie als begründeter Verdachtsfall eine Ordnungsverfügung Ihrer Stadt bekommen haben, steht das Ende der Isolation in diesem Anschreiben. Sofern der Test bei Ihnen negativ ist und Sie keine weiteren Beschwerden bekommen, endet die Isolation an dem Datum, das in Ihrem Anschreiben steht, und Sie können sich im Rahmen der derzeitigen Empfehlungen wieder frei bewegen. Sollten Sie in dieser Isolationszeit Symptome bekommen, melden Sie sich bitte bei uns unter der Nummer 02361 - 532628

2. Positiv getestet - leichter Krankheitsverlauf ohne Krankenhausaufenthalt
Sie haben von Ihrem zuständigen Ordnungsamt eine Ordnungsverfügung bekommen, in der steht: "bis auf weiteres...“. Das bedeutet eine zunächst 14-tägige häusliche Isolation, vor Ablauf der zwei Wochen werden Sie vom Gesundheitsamt kontaktiert. In diesem Gespräch wird geklärt, ob die Voraussetzungen, die das Robert Koch-Institut für die Entlassung aus der Isolation erfüllt sind, dann wird die Ordnungsverfügung zunächst mündlich und dann schriftlich aufgehoben.

3. Sollte ein schwerer Krankheitsverlauf einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen, wird das weitere Vorgehen im Krankenhaus besprochen.

Wer gilt als gesundet?

Entsprechend der Empfehlung des Robert Koch-Instituts zählen als gesundet diejenigen, die seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sind, frühestens jedoch 14 Tage nach Symptombeginn.

Was können Mitarbeiter machen, die der Arbeitgeber nach Hause geschickt hat?

Bei dieser Frage muss die Kreisverwaltung auf die private Rechtsberatung verweisen, so, wie man es auch in anderen Lebenslagen tun würde. Der Kreis darf Bürger grundsätzlich nicht in rechtlichen Dingen beraten.

Wie viele Tests werden im Kreisgebiet durchgeführt?

Dem Kreis Recklinghausen werden nur die positiven Fälle gemeldet, damit wir mit den infizierten Personen Kontakt aufnehmen und Kontakte nachverfolgen können, um Infektionsketten zu unterbrechen. Über negative Testergebnisse werden wir nicht informiert.
 
Wie viele Tests gemacht werden, können wir nicht sagen, weil uns die Gesamtzahl nicht vorliegt. Neben den Durchfahrtzentren und mobilen Teams der Hilfsorganisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, werden außerdem Tests in Krankenhäusern, bei niedergelassenen Ärzten, in der Corona-Ambulanz oder den Abstrichzentren der Kassenätzlichen Vereinigung durchgeführt. Um eine seriöse und belastbare Zahl der Gesamtest angeben zu können, bräuchten wir Rückmeldung über jeden eizelnen Test, der durchgeführt wird.

Sind alle Todesfälle an dem Corona-Virus gestorben?

Nach der Vorgabe des RKI melden wir all diejenigen, die positiv auf das Corona-Virus getestet waren und verstorben sind.  

Hat das Gesundheitsamt genug Mitarbeiter, um die Anforderungen der Pandemie zu bewältigen?

Seit Beginn der pandemischen Entwicklung bewerten wir die Situation immer wieder neu und stocken das Gesundheitsamt nach Bedarf auf. Aktuell arbeiten ca. 100 Personen in diesem Bereich. Dazu gehören Ärzte aus den Nebenstellen, externe Kräfte aber auch fachfremde Kolleginnen und Kollegen aus unserer Verwaltung, die speziell für die aktuelle Tätigkeit intern geschult worden sind und bei der Bewältigung der Lage helfen.

Kann das Gesundheitsamt sich erklären, warum es in Gladbeck so viele Todesfälle gibt?

In Gladbeck gab es direkt zu Beginn der Pandemie einen Infektionsausbruch im St. Barbara-Hospital. Ein zweiter Hotspot folgte kurze Zeit später im Cura Seniorencentrum. Auf die beiden Infektionsausbrüche sind, Stand 6. Mai, insgesamt 13 der 18 Todesfälle in Gladbeck zurückzuführen. Im Krankenhaus und in den Pflege- und Senioreneinrichtungen befinden sich vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die die Infektion mit dem Virus häufig schlimmer trifft. In beiden Fällen hat das Gesundheitsamt mehrere Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen angeordnet, war mehrfach zur Kontrolle vor Ort und steht im täglichen Kontakt mit den Verantwortlichen. Im Bereich der Senioreneinrichtung ist auch die zuständige Heimaufsicht beteiligt. Die Zahlen der Infektionen sind durch die umgesetzten Maßnahmen rückläufig.
 

Tierhalter

Können meine Haustiere das Corona-Virus bekommen oder gar auf Menschen übertragen?

Bei unseren Haus- und Nutztieren kommen üblicherweise andere Corona-Viren vor als das SARS-CoV-2. Ob sich Haus- und Nutztiere auch beim Menschen mit dem SARS-CoV-2 anstecken können, ist - je nach Tierart - nicht komplett auszuschließen bzw. teilweise bestätigt. Mittlerweile wurde der Erreger SARS-CoV-2 laut des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) (Stand 21.07.2020) weltweit bei mehreren Katzen, die im engen Umfeld zu Erkrankten lebten, nachgewiesen. Die Katzen zeigten zum Teil auch Symptome. Umgekehrt sind aber keine Fälle bekannt, bei denen sich Menschen an Katzen infiziert haben. Die Haltung von Katzen gilt also nicht als Risikofaktor. Mittlerweile sind auch Infektionen bei Frettchen nachgewiesen worden. SARS-CoV-2-Nachweise bei Hunden gibt es bisher nur ganz wenige, auch dort ist das Virus wahrscheinlich vom Menschen auf das Tier übergegangen. Keiner der Hunde verstarb an Covid-19.

Seit dem 08.07.2020 gilt die Corona-Infektion bei Tieren als „meldepflichtige Tierkrankheit“. Dabei geht es darum, einen besseren Überblick über die Bedeutung von Tieren im Corona-Geschehen zu erhalten. Meldepflichtig bedeutet, dass die Labore, die im Rahmen ihrer Untersuchungen den SARS-CoV-2-Erreger bei Tieren nachweisen, die Fälle an das zuständige Veterinäramt melden müssen. Niedergelassene Tierärzte müssen das Auftreten nicht zusätzlich beim Veterinäramt melden, wenn Sie Untersuchungsmaterial an ein Labor gesendet haben. Das Veterinäramt meldet den Fall dann elektronisch im „Tierseuchennachrichtensystem“ (TSN), wo die Fälle gesammelt werden und ausgewertet werden können.

Falls der SARS-CoV-2-Erreger tatsächlich bei einem Haustier nachgewiesen werden sollte, gelten die bekannten Hygieneregeln (Abstand, Händehygiene etc.) auch für Haustiere. Ein „vorsorgliches“ Abgeben von Haustieren in Tierheimen ist unbegründet, da ein Infektionsrisiko vom Menschen und nicht vom Tier ausgeht. Das Aussetzen von Tieren ist verboten.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Fridrich-Löffler-Institutes (FLI) unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/.

Was passiert bei häuslicher Isolierung / genereller Ausgangssperre mit meinen Tieren (v.a. Hund, Pferd, Bienen)?

Wenn es zur individuellen „häuslichen Isolierung“ von Tierhaltern kommt und diese das Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen dürfen, muss die Versorgung der Tier durch den Halter anders sichergestellt werden. Ggf. müssen Nachbarn, Freunde, Stallnachbarn um Hilfe gebeten werden. Tierhalter sollten bereits frühzeitig Absprachen treffen oder einen Betreuungsplan erstellen. In „Selbstversorger-Reitställen“ kann in diesen Fällen auch der Stall-Verpächter damit betraut werden, ohne dass dieser dann automatisch zum §11-Tierschutzgesetz-erlaubnispflichtigen „Pensions-Betrieb“ wird.

„Generelle Ausgangssperren“ dagegen gelten - anders als häusliche Isolierung - nicht für notwendige Wege, z.B. Lebensmittel-Einkäufe. Da der Futtermittelhandel von den Geschäftsschließungen ausgenommen ist, wäre auch der Gang dorthin sowie zu Tierarztpraxen weiterhin möglich. Das Füttern der Tiere sowie medizinisch / tierschutzrechtlich notwendige Bewegung z.B. von Pferden oder kurze Gassi-Gänge mit Hunden oder auch das Versorgen anderer nicht am/im selben Haushalt untergebrachter Tiere (z.B. Bienenstände) sind nicht verboten, wenn dabei die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden - vor allem kein Kontakt zu anderen Personen. Eine Nachweispflicht ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen - das Mitführen der Kopie eines Pferdepasses oder anderer Dokumente ist aber sicherlich hilfreich, um unnötige Diskussionen zu vermeiden. Die Hygieneregeln für Pferdeställe hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW am 18.03.2020 in einem Erlass geregelt.

In diesem Erlass „Sicherstellung der Versorgung von Pferden in Nordrhein-Westfalen unter den Maßgaben zur Eindämmung der Coronainfektionen - Leitfaden für alle pferdehaltenden Betriebe mit Publikumsverkehr“ werden auch Aussagen zur Anwesenheitszeit gemacht. Damit sind die Zeiten der Anwesenheit auf dem Betrieb gemeint, um eben zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden, nicht aber Aufenthalte außerhalb des Betriebes z.B. Ausritte in der Natur, die durchaus länger dauern dürfen. Natürlich sind auch dabei die Hygieneregeln und das grundsätzliche Kontaktverbot zu beachten.

Kann ich mit meinem Tier (z.B. Hund, Pferd) noch ins Ausland fahren ?

Da aktuell im Kreis Recklinghausen keine Ausgangssperre gilt, sondern „nur“ ein Kontaktverbot, ist es grundsätzlich nicht verboten, mit seinem Tier ins Ausland zu reisen. Aber auch diese Reisen sollten - wie alle anderen Aktivitäten / Bewegungen - auf das wirklich erforderliche beschränkt bleiben und müssen unter Einhaltung der bekannten Hygieneregeln (v.a. kein Personenkontakt) durchgeführt werden.

Inwieweit aber die „Empfangs-Staaten“ aktuell überhaupt Menschen und Tiere ins Land lassen, ist vorher bei diesen Staaten zu erfragen. Die tierseuchenrechtlichen Voraussetzungen für ein eventuelles Verbringen müssen natürlich auch eingehalten werden (Heimtiere - gültige EU-Heimtierausweise; Pferde und Nutztiere - amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigung etc.).

 

Unternehmen und Selbstständige

Wer hilft mir als Unternehmen/Selbstständiger?

Speziell für Unternehmen und Selbstständige haben wir neben Fragen und Antworten wichtige Ansprechpartner sowie aktuelle Informationen zu Maßnahmen und Erlassen zusammengestellt. Zur Seite "Corona-Informationen für Unternehmen"
 

Eltern

Gibt es Hilfestellungen, mit denen ich meinem Kind die aktuelle Situation erklären kann?

Um Kindern die aktuelle Situation zu erklären, gibt es eine Vorlesegeschichte mit dem Bären Ben. 
"Aufregung im Wunderwald - und alles wegen dieser Krankheit" ist eine Geschichte von Björn Enno Hermans, illustriert von Annette Walter, empfohlen vom Kindernetzwerk.
 
Bei allen Fragen steht Ihnen außerdem die Erziehungsberatung Vest zur Seite. Mehr Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.
 

Angebote in anderen Sprachen

Wo finde ich Informationen in anderen Sprachen?

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen hat Links zusammengestellt, auf denen Sie Informationen in anderen Sprachen finden.